Der Rasen war weg. Stattdessen schwebt a Farb-Schimmer überm rissigen Boden, Flügerl flackern in der Spätnachmittagshitz. Die Sunn war in der Woch brutal – so a Hitz, die di wieder ins Haus druckt und wo da Gartenschlauch in da Hand fast a schlechtes Gwissen macht. Und trotzdem: Dort san’s g’wesen – Dutzende Schmetterlinge, die Schleifen ziagn und dahintreiben über an Fleck violetter und orangener Blütenähren, der seit Tagen kan Tropfen Wasser g’sehn hat.
Da Nachbar lehnt si übern Zaun und schattet se d’Augen ab. „Du host goar ned g’gossn?“, fragt er – irgendwo zwischen Unglauben und Neid.
Die Pflanzen habn fast a bisserl g’scheit g’schaut, grad und aufrecht in da trockenen Erd, brummend vor Leben.
Irgendwas dran hat si ang’fühlt wie a klane, wunderschöne Rebellion.
Die wüstenartige Blume, die über Dürre lacht
Wann die Sommer zu langen Strecken aus sengenden Tog und Gießverboten werdn, schaun die meisten Gärten irgendwann müd aus. Blätter hängen, Blüten verblassen, Töpfe reißn. Und dann gibt’s do diesen zachen klanen Star: Sommerflieder (Schmetterlingsstrauch), Lantana (Wandelröschen) oder Kokardenblume (Gaillardia) – je nach Klima – der do steht, als hätt er die Hitz selber bestellt.
Die Pflanzen überleben ned nur den Wassermangel – die scheinen ihn regelrecht zu mögen. Die Farben werdn knackiger, da Duft stärker, genau dann, wann alles andere aufgibt.
Und genau dann kommen die Schmetterlinge, als hätt wer Einladungen ausg’schickt.
Gehst an an heißen Augustnachmittag an am Vorgarten vorbei, der mit trockenheitsverträglichen Blühern bepflanzt is, merkst es sofort. Die Luft wird unruhig, z’sammeng’stickt aus Bewegung. A Schwalbenschwanz schwebt über ana Lavendelähre, a Distelfalter setzt si auf a feuriges Lantana-Büschel, und a klaner blauer Falter zischt durch, als war er z’spät dran.
A Hausbesitzer in Arizona hat die Hälfte von seinem „durstigen“ Rasen durch heimische Salbei-Arten und Sommerflieder ersetzt. Zwoa Sommer später hat er an an einzigen Tog mehr als zehn Schmetterlingsarten z’ählt, die bei ihm vorbei g’schaut habn. Da Sprinkler-Verbrauch? Um fast 70 Prozent runter.
Sein größtes Problem war ned die Hitz. Sondern wie oft er stehen bleiben hat müssen zum Zuschauen.
Die Pflanzen packen Dürre, weil’s dafür entwickelt worden san. Tiefe oder faserige Wurzelsysteme graben si in den Boden auf der Suche nach Feuchtigkeit, während klane oder schmale Blätter weniger Wasser an die Luft verlieren. Viele wachsen in steinigem, magerem Grund, wo normale Gartenblumen einfach aufgeben würden.
Wann der Boden austrocknet, kriegen’s kan Stress. Die schalten runter, machn dicht und warten. Und wann der seltene Regen kummt, reagieren’s schnell – mit frischem Austrieb und ana neuen Blühwelle.
Genau der Rhythmus is des, was Schmetterlinge brauchen: verlässliche Blüten, a wenn’s Wetter spinnt.
Wie du aus deinem trockenen Garten a Schmetterlings-Landebahn machst
Fang mit an sonnigen Fleckerl an. Nix Riesiges. Einfach a Eck, die mindestens sechs Stunden Sunn kriegt und ned ständig patschnass is. Dort fühlt si dein hitzeliebender, wassersparender Schmetterlingsmagnet daheim.
Such da ein oder zwoa Schlüssel-Pflanzen aus, die Vernachlässigung mögen: Lantana in warmen Gegenden, Sonnenhut (Coneflower) oder Kokardenblume in vielen Klimazonen, oder Buddleja/Sommerflieder (Schmetterlingsstrauch), dort wo er ned invasiv is. Pflanz’s in Gruppen, ned als einsame Einzelstücke. Schmetterlinge sehn Farbflächen von weit her.
Und dann gib ihnen an „Tough-Love“-Start: In den ersten Wochen tief wässern, damit die Wurzeln nach unten gehn – und dann langsam weniger.
Die meisten von uns lieben Pflanzen a bisserl z’viel. Ma steht mit der Gießkanne daneben, ma tut am Boden herum, ma haut Dünger drauf, wann ma grad wieder dran denkt. Diese trockenheitsverträglichen Blumen schätzen so a Klammerigkeit ned.
Die wollen Platz. Die wollen Hitz. Die wollen durchlässigen Boden, der um die Wurzeln ned dauernd nass bleibt. Wenn sich der Boden ständig wie a nasser Schwamm anfühlt, können die Wurzeln faulen und die Pflanze schmollt. Lass die obersten paar Zentimeter zwischen den Wassergaben austrocknen, a wenn’s di a bisserl nervös macht.
Und ehrlich: Ka Mensch hält sich wirklich an jeden Gießplan, den er irgendwo online liest.
A Gärtnerin, mit der i g’redt hab, hat’s so g’sagt:
„I hab aufghört, meine Pflanzen dauernd bequem zu halten – und genau dann san die Schmetterlinge wirklich kumma. Anscheinend mögen’s a bissl Wildheit.“
Damit’s übersichtlich bleibt, do a kurze Liste, was diese Pflanzen glücklich macht:
- Volle Sunn die meiste Zeit vom Tog
- Leichter, gut drainierender Boden (Sand, Schotter oder gemischter Kompost is ideal)
- Tief, aber nur gelegentlich gießen statt täglich kleine Schluckerl
- Gruppen von der gleichen Blume für a starkes Farbsignal
- A ruhige Ecke, wo du ka Pestizide spritzt
A Garten, der den Schmetterlingen genauso g’hört wie dir
Es verändert si was, wannst aufhörst, gegen’s Klima anzukämpfen, und anfängst, mit ihm zu pflanzen. Da Garten geht weniger drum, an perfekten grünen Teppich zu erzwingen – und mehr drum, alles willkommen zu heißen, was vorbeikommt. Zuerst kommen die Schmetterlinge, dann die Bienen, dann die Vögel, die den Insekten nachgehen.
Du merkst, dass einmal pro Woche gießen reicht. Du siehst, dass die „hässliche“ Trockenzeit ihre eigene Schönheit hat, wann Spritzerl in Violett, Orange und Gold weiterleuchten, ganz ohne dass du drum betteln musst. Da Garten fühlt si auf einmal weniger wie a Hackn an und mehr wie a lebendiges Gespräch.
Wir kennen des: Du stehst beim Fenster mit am Kaffee, vergisst deine To-do-Liste, weil grad a Monarchfalter auf ana Blüte landet, die du kaum mehr im Kopf hast, dassd sie überhaupt g’pflanzt hast.
Des is die stille Belohnung von diesen hitzeliebenden Pflanzen. Die verlangen weniger von dir – und damit hat die Natur mehr Platz, um selber was draus zu machen.
| Kernaussage | Detail | Nutzen für dich |
|---|---|---|
| Dürre-Stars auswählen | Lantana, Sommerflieder (Schmetterlingsstrauch), Sonnenhut, Kokardenblume (Gaillardia), hitzeliebende Salbei-Arten | Pflegeleichte Pflanzen, die Sunn und wenig Wasser aushalten |
| In sonnigen Gruppen pflanzen | Büschel in der gleichen Farbe in voller Sunn, mit gut drainierendem Boden | Stärkeres optisches Signal für Schmetterlinge und bessere Blüte |
| Tief gießen, dann weniger | Am Anfang Wurzeln unterstützen, dann Gießen reduzieren, sobald’s eing’wachsen san | Niedrigere Wasserkosten und robustere, langlebige Pflanzen |
FAQ:
- Frage 1 Mit welcher Pflanze soll i anfangen, wenn meine Sommer sehr heiß und trocken san?
- Frage 2 Überleben diese Pflanzen wirklich fast ohne Gießen?
- Frage 3 Lock i damit auch Gelsen an – oder nur Schmetterlinge?
- Frage 4 Kann i des in Töpfen am Balkon anbauen?
- Frage 5 Wie lang dauert’s, bis Schmetterlinge meinen Garten besuchen?
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