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Füße in Listerine und Essig zu baden hilft gut gegen Hornhaut und macht die Haut weicher.

Frau genießt Fußbad in Glasschüssel mit blauem Wasser, greift nach Bimsstein; Pflegeprodukte und Handtuch daneben.

Die erste Mal, wo i gehört hab, dass wer seine Füß in Listerine und Essig einweicht, hab i ehrlich glaubt, des is a Schmäh. I hab sofort a pickige, blaue Schüssel im Kopf ghabt, die nach Zahnarztpraxis und Salatmarinade stinkt. Ned grad Spa-Feeling.

Dann, an am Abend nach ana langen Woche, wo i überall in unbarmherzigen Schuach herumgrennt bin, hab i auf meine rissigen Fersen und die harten, graulichen Hornhautstellen gschaut und verstanden, warum Leit so verzweifelt werden, dass’s komische Internet-Sachen ausprobieren. Cremes haben nix mehr g’rissen. Fußfeilen haben si angfühlt wie Schmirgelpapier auf trockenem Stein.

Also hab i a Wanne gfüllt, den seltsamen Cocktail einigschütt und gwartet.

Was dann passiert is … war unerwartet.

Warum dieses komische blaue Bad bei toter Haut tatsächlich wirkt

Was die meisten überrascht, is ned der G’stank. Sondern wie weich sich die Füß anfühlen, wenn’s sie wieder rausziehen. Des Wasser is a bissl trüb, die Hornhaut schaut leicht zerknittert aus, und auf einmal hat die Haut, die vorher wie Karton war, a bissl Nachgiebigkeit – fast wie a Pfirsich.

Du fahrst mit’m Daumen über die Ferse, und die abgestorbene Haut fangt an, sich ohne Druck zu lösen. Ka Blut, ka wütendes Schrubben, einfach … loslassen. Irgendwie is es richtig befriedigend, wenn wochenlanger, trockener Aufbau in weniger als ana halben Stund locker wird. Es fühlt si an, als würd ma das System austricksen: teure Pediküren und „Wunder“-Cremes, die nie ganz halten, was’s versprechen.

A Frau, mit der i gredt hab – Krankenschwester, 10 Stunden am Tag im Stehen – hat g’sagt, sie hat des Listerine-Essig-Bad aus Jux auf a Wette probiert. Ihre Fersen waren so hart, sie hat gschert, damit könnt ma Glas ankratzen. Bimsstein, dicke Salben, sogar professionelle Pediküre – hat alles kaum was gebracht.

Sie hat a einfaches Rezept aus dem Internet gnommen, während ana Serie die Füß einweichen lassen und danach vorsichtig mit’m Handtuch gerieben. Die tote Haut is ihr „wie Radiergummi-Späne“ runtergangen. Ned alles auf einmal und ned perfekt, aber genug, dass sie’s am nächsten Morgen am Weg in die Arbeit gmerkt hat. Die Schuach haben lockerer gfühlt. Die Schritte leiser. A kleiner, aber echter Unterschied.

Dahinter steckt a Logik. Essig is sauer und hilft, die „Verbindungen“ zwischen abgestorbenen Hautzellen zu lockern – grad bei dicker Hornhaut. Listerine enthält Alkohol, ätherische Öle und antiseptische Wirkstoffe, die die oberste Hautschicht aufweichen und leicht desinfizierend wirken können. Mit warmem Wasser zam ergibt des a sanftes, chemisches Peeling-Bad.

Du „löst“ dir ned die Füß auf – du lockerst nur, was eh schon tot is und weg kann. Und wenn die oberste Kruste weich is, funktioniert sanftes Reiben viel besser als aggressives Schaben auf trockener, harter Haut. Darum sagen so viele, sie kriegen „Spa-Ergebnisse“ mit Sachen, die weniger kosten als a Kaffee.

So machst des Listerine-und-Essig-Fußbad sicher

Die Grundmethode is simpel: Nimm a Wanne, wo beide Füß reinpassen. Gib 1 Tasse Listerine (klassisch blau oder a andere flüssige, ned-gelige Variante) dazu, 1 Tasse weißen Essig und dann 2 Tassen warmes Wasser. Warm, dass’s angenehm is – ned heiß.

Stell die Füß rein, wenn möglich knöcheltief, und sitz 20 bis 30 Minuten. Scroll am Handy, lies was, oder starr zur Abwechslung einfach ins Leere. Wenn die Zeit um is, nimm die Füß raus und reib sie vorsichtig mit Waschlappen, weicher Bürst oder mit den Händen. Da siehst dann, wie die tote Haut anfängt, sich runterzurollen.

Die Versuchung is groß zu denken: „Wenn a bissl hilft, hilft mehr noch besser.“ Genau da geht’s schief. A Stund einweichen, purer Essig, oder an der Haut herumzupfen wie bei am Bastelprojekt – und du bist danach rot, wund und ärgerst di.

Haut hat Grenzen. Empfindliche Füß können brennen, wenn die Mischung zu stark is. Wenn du Schnitte, Ekzem, Diabetes oder Durchblutungsprobleme hast, is des ned der Hack, denst testen solltest. Und ehrlich: Ka Mensch macht des jeden Tag. Zwoa- bis dreimal pro Woche reicht für die meisten – und danach a normale Feuchtigkeitscreme, damit’s weich bleibt.

„Leit glauben, das Bad macht die ganze Arbeit“, hat ma a Assistentin aus der Podologie g’sagt. „Aber das Geheimnis is die Kombi: aufweichen, sanft entfernen, dann eincremen. Wennst an Schritt auslässt, verlierst die Hälfte vom Effekt.“

  • Sanft anfangen
    Probier beim ersten Mal a schwächere Mischung (½ Tasse Listerine, ½ Tasse Essig, 2–3 Tassen Wasser) und schau, wie deine Haut reagiert.
  • Die richtigen Hilfsmittel nehmen
    Statt Metallschaber lieber an weichen Waschlappen oder Schwamm. Aggressive Klingen können gesunde Haut unter der Hornhaut verletzen.
  • Gleich danach eincremen
    Trocken tupfen und dann a dickere Creme oder Fersenbalsam auftragen. Da saugt die Haut’s richtig auf.
  • Auf Warnzeichen schauen
    Wenn’s brennt, stark juckt oder die Rötung länger bleibt: aufhören und mit klarem Wasser abspülen.
  • Dranbleiben, aber ned übertreiben
    A gutes Bad plus a bissl Pflege zwischendurch is besser als einmal im Jahr a Marathon-Attacke auf die Fersen.

Was dieses Hausmittel eigentlich drüber sagt, wie wir mit unsern Füßen umgehen

An der Beliebtheit vom Listerine-Essig-Fußbad is was Aussagekräftiges dran. Es is billig, a bissl schräg, und wird weitergeben wie a Geheimcode: „Probier des, es funktioniert wirklich.“ Hinter dem Hack steckt a gemeinsame G’schicht: müde Füß in harten Schuach, lange Tage auf festem Boden, Körper, die uns still tragen – bis ma irgendwann runterschaut und si denkt: „Seit wann san meine Fersen eigentlich so?“

Oft warten ma, bis die Füß schreien, bevor ma hinhören – und dann suchen ma nach drastischen Lösungen. So a blaues Essigbad fühlt si an wie a kleiner Akt von Rebellion dagegen. A Weg, mit Schüssel und Handtuch zu sagen: Der Teil von uns, der jeden Tag den Boden berührt, verdient mehr als nur a Nebensache zu sein. Vielleicht verbreitet sich dieses seltsame Ritual genau deshalb: Es geht ned nur um weichere Haut. Es geht drum, endlich hinzuschauen.

Kernpunkt Detail Nutzen für die Leser:innen
Sanftes Peeling Essig und Listerine lockern abgestorbene Haut und weichen Hornhaut auf – ohne hartes Schaben Weniger schmerzhaft, daheim effektiver gegen raue Fersen
Einfache Routine 20–30 Minuten baden, leicht abreiben, dann mit normaler Creme pflegen Passt leicht als wöchentliche Self-Care ohne Spezialwerkzeug
Sicherheit zuerst Keine offenen Wunden, ka zu heißes Wasser, ned zu lang baden; Mischung bei empfindlicher Haut anpassen Weniger Reizungsrisiko bei trotzdem sichtbaren Ergebnissen

FAQ:

  • Frage 1 Wie oft kann i meine Füß in Listerine und Essig einweichen?
    Ein- bis zweimal pro Woche reicht für die meisten. Wenn deine Haut sehr dick is, kannst höchstens auf dreimal steigern – aber gib deinen Füßen dazwischen Ruhetage.
  • Frage 2 Kann i jede Art von Listerine dafür nehmen?
    Meistens gehen die gängigen flüssigen Listerine-Sorten. Gel-Versionen oder sehr starke „Intense“-Formeln lieber meiden, wenn deine Haut empfindlich is.
  • Frage 3 Welcher Essig is am besten?
    Normaler weißer Essig wird am häufigsten gnommen. Apfelessig geht auch, riecht aber stärker und a bissl süßlicher.
  • Frage 4 Geht damit die Hornhaut in einer Sitzung komplett weg?
    Na. Dicke Hornhaut braucht meistens mehrere sanfte Anwendungen und laufende Pflege. Des Bad lockert und dünnt’s aus, aber zaubert’s ned über Nacht weg.
  • Frage 5 Is des sicher bei Diabetes oder Durchblutungsproblemen?
    Leit mit Diabetes, Neuropathie oder schlechter Durchblutung sollen solche DIY-Fußbäder auslassen und lieber mit an/einer Podolog:in reden. Kleine Probleme können bei ihnen viel schneller ernst werden.

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