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Ich bin Filialleiter bei Primark: So viel verdiene ich im Monat wirklich.

Frau im Bekleidungsgeschäft, überprüft eine Liste und zählt Geld. Kleidung im Hintergrund, sonniger Raum.

On stellt si a Gschäftsleiter oft vor wie guat bezahlte Leit, gemütlich im verglasten Büro, weit weg vom Trubel in de Gäng. Bei Primark riecht d’Realität eher nach kaltem Kaffee, kratzigen Walkie-Talkies und Schuh, die um 18:37 so weh doa, dass’d am liabsten ausziagn würdst. Zwischen zwa Beschwerden wegen am kaputtn Reißverschluss und am HR-Anruf wegen ana Krankenstandsmeldung in letzter Minute kummt immer wieder de gleiche Frog: „Du verdienst eh guat, oda?“
Wos i drauf antworte, sorgt fast immer für a kurzes Schweign.

Am Donnerstag in da Früh, beim Aufsperrn, schaut d’Schlang vor da Tür aus wie a Festivalpublikum: leere Sackerl in da Hand, dafür im Kopf lauter Listen. I schau auf d’Securities, i wirf an Blick zu de Kassen, und mit jedem Biep-Biep von de Scanner steigt da Druck. Am Papier bin i „Store Director“. In Wirklichkeit bin i a bisserl Dirigent, a bisserl Feuerwehr und a bisserl Psycholog.
Und des ganze Chaos endet am Monatsende in ana ganz konkreten Zahl, die auf mein Konto einirollt.

I arbeit für a große Billig-Kett’n. De Margen san eng, de Mengen riesig, de Erwartungen no größer. Kundinnen wolln Jeans um 12 €, Pyjamas um 8 € und a gratis Lächeln dazua. Hinter den Kulissen jonglier ma mit Kosten, Dienstplänen und Produktivitätszielen. Für vü bleibt’s a Rätsel: *Wievü verdient eigentlich die Person, die des alles „leitet“?
Die Antwort überrascht mehr als an Mitarbeiter… und mehr als an Kunden.

Also: Wievü bleibt bei am Primark-Store-Director wirklich übrig?

Bruttogehalt in da Jobzusage: schaut am Mail immer super aus. Für an Store Director in ana größeren britischen Stadt liegts oft so bei £55.000 bis £70.000 pro Jahr, je nach Gschäftsgröße und Erfahrung. Klingt guat. Klingt seriös, fast „gut etablierte Mittelschicht“.
Der echte Schock kummt erst, wenn ma schaut, wos am Konto landet – und ned, wos fett im Vertrag steht.

Nehman ma £60.000 im Jahr. Klingt nach an gscheiten Mittelweg, oder? Mit Einkommensteuer, National Insurance und Pension bleibt netto pro Monat eher £3.200 bis £3.500 übrig. Is komfortabel, ja. Aber ned narrisch – grad in ana Großstadt, wo da Mietpreis locker die Hälfte verschluckt.
Des kennt eh jede*r: Brutto in da Anzeige, dann da erste Lohnzettel – und a Teil wirkt, als wär er einfach in Luft aufglöst.

Bonus? Ned automatisch, ned garantiert, und vor allem gekoppelt an Ziele, die vom Umsatz, Personalkosten, Schwund, Audit usw. abhängen. Wenn’s guat lauft, kann a Director zwischen 10% und 20% vom Jahresgehalt als Bonus kriegn. Aber des is ka Fixgehalt, des is ned planbar, und es ändert komplett, wie ma über „take home pay“ redt. In Wahrheit is genau die stabile Monatszahl – die, auf der ma sei Leben aufbaut – deutlich unter dem Fantasie-Bild.

Wos des Netto in echt im Alltag heißt

A typischer Monat fangt immer gleich an: Überweisung kummt, Notification ploppt auf, und für drei Sekunden fühlst di reich. Und dann lauft im Kopf die Liste ab: Miete oder Kredit, Rechnungen, Öffis, Einkaufen, Abos, a Familienessen, wo’d g’sagt host „i zahl“, a Geburtstagsgschenk, des ned eingeplant war. Als Primark-Director bist ned in da Kategorie von Banker-Spitzengehältern. Du bist in ana Grauzone: Du verdienst besser als die meisten in deinem Team, aber schwimmst ned im Überfluss.

I kenn Directors, die mit über 35 no in WG wohnen – einfach weil London, Manchester oder Dublin Gehälter schlucken wie a schwarzes Loch. A Direktorin hat ma erzählt: Nach Hausrate und Kinderbetreuung is ihr fast nix mehr blieben, grad amal genug für a Restaurantbesuch im Monat. Von außen schaut ihr Job luxuriös aus. In da Banking-App is es a ganz andere Geschichte.
Seien ma ehrlich: Ka Mensch macht des jeden Tag, ohne genau auf d’Kontostände z’schaun.

Dazua kummt no der unsichtbare Teil: „inoffizielle“ Überstunden, Sonntags-Mails, WhatsApp-Nachrichten spät am Abend, wenn die Alarmanlage losgeht. Ma stempelt ned immer. Ma schluckt’s. Bezahlt wirst für Verantwortung, ned nur fürs Dasein. Und die Verantwortung liegt schwer auf de Schultern – aber ned immer am Lohnzettel. Genau do entsteht der Spalt zwischen dem vermeintlichen „Prestige“ und der finanziellen Realität.

Hinter den Kulissen: Wos Store Directors für des Geld wirklich machen

A guater Primark-Store-Director sitzt ned nur vor Excel-Tabellen. Er oder sie geht – vü. Hört zua. Muss entscheiden, wer am Samstag welchen Dienst kriegt, während gleichzeitig a wütender Kunde wegen ana Leggings mit Loch (nur einmal getragen, eh klar) vor dir steht. Die Methode, die den Alltag rettet, is simpel: jeden Tag ein paar Stunden wirklich am Floor sein – mitten in de Gäng.
Dort checkst erst, wofür’d bezahlt wirst.

Die häufigsten Fehler bei neuen Directors? Zu früh ins Büro flüchten, si in Reportings verlieren und den Gehsteig vorm Gschäft vergessen. Verkäufe entscheiden si in der Warteschlang, darin, wie a Kassa-Team an verregneten Samstag durchdruckt – ned nur in am PowerPoint. Und dann is da no die emotionale Müdigkeit: Ausfälle managen, Tränen im Pausenraum, „i pack des nimmer für Mindestlohn“.
Du kannst Primark führen, mehr als der Durchschnitt verdienen – und trotzdem am Abend mit schwerem Kopf hamgeh.

Ein Director hat amoi zu mir g’sagt:

„People think I’m loaded because I run a big Primark in the city centre. Truth is, I’m just one missed bonus or one rent increase away from being properly stressed.“

Zum Durchhalten entwickeln vü ihr eigenes mentales Werkzeugkastl:

  • Den Tag in Blöcke teilen, damit ma ned explodiert (Vormittag Floor, Nachmittag Admin).
  • Öfter „na“ sagen – sogar nach oben – wenn d’Last nimma geht.
  • Offen über Gehalt reden mit dem Team, ohne z’flunkern oder Träume z’verkaufen.

Des lernst ned in internen Trainings. Des lernst um 19:45, wenn d’Türen zua san, d’Lichter runterschalten und alle komplett fertig san.

Zahlt si’s wirklich aus, Primark-Store-Director z’sein?

Die Frog kummt fast jedes Mal, wenn a ambitionierter Supervisor oder a Abteilungsleiter mit mir auf an Kaffee geht: „Zahlt si’s finanziell, Director z’werden?“ Die Antwort is ned schwarz-weiß. Ja, £3.200–£3.500 netto im Monat ändern des Leben im Vergleich zu an Teilzeitvertrag an da Kassa. Ja, a Bonus macht manche Monate leichter.
Aber du zahlst mit Energie, mentaler Verfügbarkeit und angeknabberten Wochenenden.

Für vü liegt der echte Gewinn ned nur im monatlichen Netto, sondern in der Laufbahn. A Store-Director-Position in am Konzern wie Primark sperrt Türen auf: Richtung Zentrale, Regional-Operations, andere Handelsketten. Ma bleibt ned zwingend zehn Jahr. Ma geht durch, lernt Millionenumsätze zu steuern, hunderte Leit zu führen, Krisen z’handhaben, die keiner geplant hat. Finanziell is es ned der City-Jackpot, aber als Sprungbrett is es stark – grad, wenn ma von da Kassa wegstartet.

Was die Leit immer fasziniert, is der Abstand zwischen Image und Kontostand. Primark führen heißt: a Titel, der Eltern beeindruckt, a Gehalt, das an Banker beruhigt, und a Alltag, der oft sehr „Mittelschicht unter Druck“ bleibt. Manche sparen jahrelang fürs Eigenheim-Depot, andere jonglieren mit dem Dispo. Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen dem Klischee vom wohlhabenden Manager und dem Gefühl, die Tage bis zum 28. runterz’zählen.
Und genau des erzählen Lohnzettel halt nie ganz.

Kernaussage Detail Nutzen für Leser*innen
Realistisches Bruttogehalt Ca. £55.000–£70.000 pro Jahr, je nach Store und Erfahrung Zum Vergleichen mit eigenem Gehalt oder Karriereplänen
Monatliches Netto In der Praxis oft ca. £3.200–£3.500 pro Monat, ohne Bonus Macht sichtbar, wos nach Abzügen wirklich bleibt
Bonus & Gegenleistungen Bonus leistungsabhängig, hoher Druck, lange Zeiten Zeigt den echten „Preis“ vom Job – über den Titel hinaus

FAQ

  • Wievü nimmt a Primark-Store-Director pro Monat wirklich heim? Bei an typischen UK-Store landen viele Directors mit rund £60.000/Jahr bei ungefähr £3.200–£3.500 netto pro Monat, je nach Steuer-Code, Pension und Standort.
  • Gibt’s bei Primark für Store Directors Bonus? Ja, meistens a performance-basierter Bonus bis ca. 10–20% vom Jahresgehalt, aber ned garantiert und von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich.
  • Gilt a Primark-Store-Director als „Top“-Bezahlung? Es is mehr als bei den meisten Rollen im Store und liegt im mittleren Management, aber weit weg von Executive- oder Finance-Gehältern – speziell in teuren Großstädten.
  • Wievü Stunden arbeitet a Store Director normalerweise? Offiziell ca. 40–45 Stunden, real oft mehr: frühes Aufsperrn, spätes Zusperrn und Anrufe außerhalb der Zeiten, wenn was schiefgeht.
  • Kann wer als Sales Assistant realistisch Store Director werden? Ja. Viele Primark-Directors ham am Floor angfangt; es braucht meistens mehrere Jahre, Beförderungen über Supervisor- und Department-Manager-Rollen und a starken Track Record bei Zahlen und Mitarbeiterführung.

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