Mir ham’s olle scho erlebt: Wenn die Zahlen im Kopf a einfacheres Leben versprechen als die Wirklichkeit
Wir ham’s olle scho erlebt: den Moment, wo die Zahlen im Kopf a viel einfacheres Leben versprechen als die Realität.
Wie da Mark an verregneten Samstagvormittag bei Boston seinen Vertrag für a Tesla Model 3 unterschrieben hat, hat er sich eh scho gsehn, wie er alle Hakerln setzt: Benzinrechnung halbiert, Wartung aufs Allernötigste runter, und als Bonus a guats grünes Gewissen. A Excel-Tabelle hat er sogar schon ghabt, bevor das Auto überhaupt do war.
Ein Jahr später steht er in seiner Einfahrt, Kaffee in da Hand, und schaut irgendwie verloren zwischen Ladekabel und Stromzähler hin und her. Ja, er hat gespart. Aber bei Weitem ned so viel, wie er sich’s ausgmalt hat.
Er sagt an Satz, der eh alles auf den Punkt bringt: „I expected to save a lot more.“
Und das, was er rausgfunden hat, überrascht ziemlich viele Autofahrer, die mit dem Gedanken spielen, auf elektrisch umzusteigen.
Der brutale Abstand zwischen Erwartung und echten Ersparnissen
Wie da Mark den Tesla bestellt hat, hat er vor allem auf den Preis an der Tankstelle gschaut.
Er is rund 20.000 km im Jahr gfahrn, hat fast 220 Dollar im Monat für Benzin ausgebn, und alle rundherum haben ihm eingredt, mit einem E-Auto wär das „quasi gratis“.
Aufm Papier hat’s logisch ausgschaut: Strom billig, ka Ölwechsel, ka Riemen, ka Getriebe.
Er hat sich ausgmalt, wie aus 1.500 bis 2.000 Dollar Ersparnis im Jahr a Familienurlaub oder a neuer Gaming-PC wird.
Nur: Die Realität hat sich dann auf seiner Stromrechnung niedergschrieben.
Am Anfang hat eh alles zu seinen Träumen passt.
In den ersten Wochen hat er bei einer gratis Schnellladestation beim Supermarkt in der Nähe geladen, hat herumgschwadroniert, er würd „unter 20 Dollar im Monat“ für Energie ausgebn, und hat stolz seine Stats auf Reddit gepostet.
Dann is die Gratis-Station kostenpflichtig worden, sein Arbeitgeber hat das Gratis-Laden am Parkplatz abdreht, und er hat daheim a Wallbox installiern lassen: 1.400 Dollar, inkl. Elektroinstallation.
Übers ganze Jahr hat ihm die Tesla-App ca. 3.200 kWh Verbrauch angzeigt – also ungefähr 450 Dollar Strom … aber seine gesamte Energierechnung is um 40 Dollar pro Monat raufgschossen.
Die Ersparnis war da, aber halt ned auf dem Niveau von seinem Excel-Traum.
Wie er a bissl genauer hingeschaut hat, hat er kapiert, warum der Abstand zwischen Marketingversprechen und Alltag so großICHTIG is.
Erstens war der Kauf teuer: Der Tesla war – sogar mit Förderungen – am End ca. 8.000 Dollar teurer als die Verbrenner-Alternative, die er im Auge ghabt hat.
Zweitens sind viele kleine versteckte Kosten dazu kemma: teurere Reifen, die schneller runter san, a Abo für a Tracking-App, und zwei, drei Autobahn-Ladungen im Urlaub, die richtig ins Geld gangen san.
Während Influencer in „Kosten pro Kilometer“ reden, lebt er in „Monatsende“.
Sein Fazit nach einem Jahr war ned katastrophal – es war einfach weit weg von dem magischen Märchen, das man ihm verkauft hat.
Wie ma mit am Tesla wirklich Geld spart (und ned nur a guats Gfühl hat)
Im Rückblick sagt da Mark, das Beste war, dass er nach ein paar Monaten seine Fahrten nüchtern analysiert hat.
Er hat gsehn, dass 70 % seiner Kilometer Alltagswege san – zwischen 0 und 40 km am Tag.
Also hat er a einfache Methode eingeführt: daheim nur mehr in der Nacht laden, mit Niedertarif (Nebenzeiten), und im Alltag eher 60 bis 80 % Akkustand anpeilen statt dauernd auf 100 % zu gehen.
Die kleine Gewohnheitsänderung hat seine Kosten pro Kilometer wieder sehr nah an die optimistischen Anfangsprognosen bracht.
Ned spektakulär, aber wirksam – und vor allem alltagstauglich mit Familie.
Er hat auch checkt, dass der eigentliche Schlüssel ned nur das Auto is … sondern sein Verhalten.
Die brutalen Beschleunigungen, Autobahnstrecken mit 130 km/h „weil’s eh so gut liegt“, die Umwege zum Testen neuer Lader: Das alles treibt den Verbrauch rauf.
„Seien ma ehrlich: Keiner macht das wirklich jeden Tag“, sagt er über YouTuber, die mit 90 km/h auf der Autobahn schleichen, nur um jedes Watt zu optimieren.
Also hat er sich auf an Kompromiss eingelassen: normal fahren, aber unnötige Exzesse vermeiden, Fahrten bündeln und längere Reisen wenigstens a bissl planen.
Diese Schritte – Woche für Woche – bringen mehr als jeder „Null Emission“-Slogan auf an Plakat.
Am meisten geändert hat sich bei ihm aber, wie er die „echte“ Ersparnis rechnet.
Er schaut nimmer nur auf die Energierechnung, sondern auf die Gesamtkosten: Versicherung, Reifen, Service, Laden, steuerliche Vorteile, geschätzter Wiederverkaufswert.
An einem Abend hat er alles durchgerechnet und gmerkt: Sein Tesla kommt ihn unterm Strich günstiger als a vergleichbare Benzin-Limousine … aber auf Sicht von fünf bis sieben Jahren, ned in zwölf Monaten.
„If you switch to electric thinking your bank account will change overnight, you’re setting yourself up for disappointment,“ fasst er zamm. „It’s more like a slow burn saving than a lottery ticket.“
Für alle, die den gleichen Schritt überlegen, san seine Tipps schnell zammgfasst:
- Auf 5 Jahre vergleichen, ned auf 1 Jahr
- Stromkosten daheim je nach Vertrag durchrechnen
- Installation der Wallbox fix ins Budget einplanen
- Puffer für teure Langstrecken-Ladungen einrechnen
- Akzeptieren, dass die echte Belohnung ned nur finanziell is
Was sich dieser Tesla-Besitzer gewünscht hätt, dass er’s vorher gwusst hätt
Wenn da Mark noch amoi anfangen tät, würd er sagen: Er würd mehr Zeit drauf verwenden, sich die unangenehmen Fragen zu stellen.
Was kostet bei ihm der kWh wirklich – genau zu den Zeiten, wo er meistens lädt?
Wie oft im Jahr fährt er wirklich weit weg, Autobahn, mit Bedarf an Schnellladen?
Wie groß is der Unterschied bei der Versicherung zwischen seinem alten Auto und dem Tesla?
Das san einfache Fragen – aber in der Euphorie hat er sie sich ned wirklich gestellt.
Er hat einfach „auf die moderne Seite“ wechseln wollen, wie er grinsend sagt.
Was er auch unterschätzt hat: den psychologischen Effekt von Zahlen.
Wenn die Stromrechnung um 40 oder 50 Dollar im Monat steigt, tut ihm das mehr weh, als alle zwei Wochen 80 Dollar Benzin zu tanken.
Auch wenn’s unterm Strich trotzdem eher für elektrisch spricht.
Unser Hirn mag Ausgaben, die ma ned so direkt sieht – und hasst die, die klar auf am Bildschirm oder auf ana Rechnung stehn.
Ersparnisse gibt’s, aber sie schaun ned immer so aus, wie ma’s sich vorgstellt hat.
Mit der Zeit hat sich sein Blick aufs Auto verändert.
Am Anfang is alles ums Geld gangen; heut redt er öfter über die Ruhe beim Losfahren, wie angenehm’s is, im Winter den Innenraum vorzuwärmen, oder über den Moment, wo er an alten lauten SUV überholt und sich denkt, dass er wirklich a Seite umblättert.
Sein „I expected to save a lot more“ is zu was Nuancierterem worden – fast schon gelassener.
Er führt seine Excel-Tabelle weiter, aber er lasst auch Platz für Sachen, die ma ned messen kann.
Und vielleicht steckt genau dort die eigentliche Gschicht von seinem Umstieg auf elektrisch.
| Punkt | Detail | Nutzen für den Leser |
|---|---|---|
| Abstand zwischen Versprechen und Realität | Ersparnisse gibt’s, aber im ersten Jahr oft geringer – wegen Kaufpreis und Wallbox-Installation | Verhindert Enttäuschung und hilft, Erwartungen realistisch zu setzen |
| Lade-Strategie | Nachts daheim laden und bezahlte Schnellladungen möglichst reduzieren | Senkt die Kosten pro Kilometer spürbar |
| Langfristige Sicht | Über 5 bis 7 Jahre vergleichen, alle Kosten einrechnen (Service, Reifen, Versicherung, Wiederverkaufswert) | Hilft zu entscheiden, ob ein E-Auto wirklich zur eigenen Situation passt |
FAQ:
- Spart ma nach einem Jahr mit am Tesla wirklich Geld? Oft ja, aber ned immer so viel wie erhofft. Die großen Ersparnisse sieht ma eher über mehrere Jahre als nur über zwölf Monate.
- Welche versteckten Kosten ham den Tesla-Besitzer überrascht? Die Wallbox-Installation daheim, schnellerer Reifenverschleiß, höhere Stromrechnung und ein paar extrem teure Schnellladungen auf der Autobahn.
- Is Laden daheim immer billiger als Benzin? Meistens ja – besonders in der Nacht in Nebenzeiten. Wenn der Strom vor Ort sehr teuer is oder ma oft Schnelllader nutzt, wird der Unterschied kleiner.
- Wie kann i die Ersparnis mit am E-Auto maximieren? Hauptsächlich daheim laden, Fahrstil a bissl anpassen, lange Strecken planen und Stromtarife vor dem Kauf vergleichen.
- Soll i mir an Tesla kaufen, wenn i schnell Geld sparen will? Wenn kurzfristiges Sparen die oberste Priorität is, kann a gebrauchter Verbrenner oder Hybrid günstiger sein. Interessant wird der Tesla eher über die Zeit – mit regelmäßiger Nutzung und guter Optimierung.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen